Schutz des Kirchseeoner Südens e.V.
Was uns an der Südumgehung nicht gefällt
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Schutz des Kirchseeoner Südens e.V.

"Ist es uns das Wert? (Südumgehung B304)"

Argumente gegen die Südumgehung:

 

Entlastung/Belastung

- Die bisherige B304 wird durch eine weiträumige Südumgehung nicht stark entlastet; die bisherigen Anlieger der B304 werden daher weder eine Verminderung des Lärms noch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit erwarten können.

- Anbindung der Umgehung führt vorbei an Kindergärten, Schulen, Berufsförderungszentrum und Altersheim

- die Anwohner an den Zubringern werden neu belastet werden. Die Bucher Straße in Eglharting und die Moosacher Straße in Kirchseeon muss vermutlich ausgebaut werden, um das steigende Verkehrsaufkommen aufnehmen zu können.

- Nach dem Tunnel durch den Taubenberg schließt eine Talüberquerung mittels Brücke an (Moosacher Strasse, Rodelbahn, Alt ersheim,...), die Kirchseeon aufgrund seiner Höhe Kirchseeons Mitte dauerhaft mit Verkehrslärm beschallen wird.

- die Belastung durch die Straße wird vermutlich nicht gelöst, sondern nur auf andere Bürger umverteilt werden. Die Zahl der neu Belasteten ist vermutlich ebenso hoch wie die neu Belasteten.

- die Lage der Straße kann sich im Verlauf der Planung auch in eine „ortsnahe  Südtrasse“ verschieben  – dann wären vielleicht auch Sie betroffen?

 

Trinkwasserschutz

-Sie überquert das Trinkwasserschutzgebiet von Eglharting und Kirchseeon und gefährdet damit Kirchseeons und Eglhartings einzige Trinkwasserbrunnen.

- wasserlösliche, krebserregende Stoffe durch Auto-Abgases sowie Streusalz werden dann direkt mit dem Trinkwasser in Ihren Haushalt gepumpt.

 

Landfraß

- Existenzbedrohung von kleinbäuerlichen (Bio) Landwirtschaften

- Riesiger Flächenverbrauch (45 ha =440 000m² , das entspricht 69 Fußballfeldern!)

- Buch verliert seinen ursprünglichen Charakter als geschlossene Rodungsinsel

- ca. 339.000 m² Ackerland steht für zukünftige Generationen als Nahrungsgrundlage dann nicht mehr zur Verfügung.

- Die erforderlichen Ausgleichsflächen von ca. 17 ha sind nicht vorhanden.

 

Naturschutz

- Sie zerstört das landschaftlich schönste Gebiet von Kirchseeon, mit außerordentlich reizvollen und abwechslungsreichen Hügeln, Wäldern, kleinen Seen und Weilern.

- Sie überquert Teile des Endmoränenrandes und schützenswerte Biotope (Waldrandgebiete bei Ilching und Riedering, Lippenlache, hinteres Kirchseeoner Moos und Pötting), wobei Feuchtgebiete den Bau zusätzlich erschweren

- bisher wurde weder Umweltverträglichkeitsprüfung noch Wassergutachten gemacht und damit das Ausmaß der Umweltzerstörung verschleiert.

- ca. 12.000 Bäume müssten für die weiträumige Südumfahrung gefällt werden.

 

Planung und Bau der Straße

- Baukosten auffällig gering im Vergleich zu allen anderen bisher geplanten Trassen

- Kein Lärmschutz vorgesehen (auch keine Tieferlegung wie in Zorneding)

- Zornedinger Umgehung zur Hälfte umsonst gebaut, inkl. der Brücken für die die Gemeinde Zorneding selbst aufkommen musste

- die große Brücke in Reitgesing muss abgerissen und neu aufgebaut werden.

- die weiträumige Südumfahrung wurde 1984 im Raumordnungsverfahren von der Regierung von Oberbayern aus ökologischen Gründen bereits einmal abgelehnt.

- in der Planung sind 9 Brücken sowie 370 m bergmännischer Tunnel vorgesehen – das kann nicht die „Billiglösung“ sein!

 

Und in Zukunft?

- Sie zerstört das Erholungsgebiet aller Kirchseeoner

- Sie umklammert Kirchseeon von Süden, die Gemeinde ist daher im Norden durch den Ebersberger Forst und im Süden durch die neue Trasse begrenzt; zusätzlich wird sie durch die bisherige B304 zerschnitten, die weiterhin eine vielbefahrene Verbindungsstraße bleiben wird

- Die weiter viel befahrene alte B304 wird zu einer von der Gemeinde instand zu haltenden Straße; die finanzielle Mehrbelastung der Gemeinde wäre nicht vernachlässigbar.